Mittwoch, 25. Januar 2012

Holzknöpfe selbstgemacht

An alle, die es gerne einmal ausprobieren möchten.... es geht ganz einfach und dennoch dauert es seine Zeit und braucht ein wenig Geduld...
links Blutpflaume (leider gar nicht rötlich - rechts Eiche

Also erstes braucht man einen Holzast in der richtigen Stärke. Also gewünschte Breite des Knopfes 3 cm dann sollte der Ast also auch einen Durchmesser von mindestens 3 cm haben.
Ich habe hier einiges an Auswahl in meinem Garten... Eibe super schöne Maserung ( Achtung Nadeln und Rinde giftig - Holz nicht ), Blutpflaume - ( hat Probleme bei trocknen reißt gerne mal ), Ahorn ist super, Eiche schwierig zu schnitzen hell aber fest ... ich glaube man kann einiges ausprobieren, Erle soll gut zum Schnitzen gehen und ist sehr Wasserresistent - habe ich selber aber nicht ausprobiert. Linde geht supertoll zum Schnitzen - aber ist leicht und als Knöpfe bestimmt etwas empfindlich. Ein tolles Holz für schnitzende Kinderhände, die auch ein wenig Erfolg sehen möchten. Birke geht auch gut, reißt aber auch gerne mal ( zumindest bei mir ). Eberesche werde ich demnächst mal probieren genauso Apfelbaum und Birnbaum, davon liegen bei meinem Häuschen einige Äste, die ich abgeschnitten hatte. Alle drei toll zu Holzareiten zu benutzen, reißen aber auch gerne beim Trockenen. Daher würde ich für diese eventuell empfehlen Stücke aus gespaltenen Holzästen zu nehmen.
Eibenholzstück - trocken in einer kleinen Kugelgelenk-Spannvorrichtung

 Ich lasse das Holz nach dem entrinden mindestens einen bis drei Tage liegen, weil das Schneiden von frischen Holzscheiben mit der Japansäge niemals glatt wird. Je schärfer und feiner die Säge, desto glatter wird natürlich die Oberfläche des Holzes und das ist bei frischem Holz fast unmöglich zu erreichen, während das bei trockenen Ästen gut funktioniert. Außerdem kann man bei getrocknetem Holz erkennen, ob das Holz eingerissen ist.
Hier seht ihr mein absolutes lieblings-Schnitzmesser und meine anderen "Werkzeuge"

Als Werkzeug habe ich ausschließlich eine Japansäge ( Hier könnt ihr schauen, wie eine Japansäge aussieht dort gibt es viele verschiedene), ein Schnitzmesser(Hier die verschiedenen Schnitzmesser) und ein wenig Schleifpapier. Scheiben möglichst gleichmäßig absägen, an den Rändern rundschnitzen - oder alternativ gut abschleifen. Danach die Knopfaußenfläche glattschleifen....

Eibenholzknöpfe vor dem Ölen....

Anschließend Löcher mit dem Akkuschrauber oder Handbohrer in die Knöpfe bohren.
Ob man die Knöpfe dann natur lassen möchte und mit Leinölfirnis einölt, oder sie lieber bunt anmalt ist natürlich jedem selber überlassen. Auch mit Stoff überzogen habe ich schon welche, was ja eigenltich schade ist, da man die Holzknöpfe nicht mehr sieht.

Die Frage mit dem Waschen kann ich nicht beantworten. Ich habe ein Kinderkleidchen mit Holzknöpfen gehabt, welches ich in die Waschmaschine geschmissen habe und die Knöpfe sind heil herausgekommen. Bei Eibe - Eiche - Erle habe ich auch nicht so recht bedenken, wenn sie gut geölt oder lackiert sind. Bei anderen Hölzern weiß ich es nicht.
Meist sind sie eh bei Wollsachen zum Einsatz gekommen, die nur mit der Hand gewaschen werden, da stört es überhaupt nicht, wenn sie nass werden. Nur eine Waschmaschine mit 1600 Umdrehungen und scharfen Schaum etc. - müßte ich mal testen!

Ich wünsche Euch allen viel Freude und Spaß beim Ausprobieren und selber testen. Vielleicht kann man die Knöpfe auch gut "mitfärben" mit den Ostereierfarben oder Wollfarben wie Zwiebelschale oder Holundersaft - Heidelbeersaft geht bestimmt auch.... Habe ich in einem Naturfarben-Buch mal gesehen. Das stelle ich mir auch schön vor.

Ganz liebe Grüße Tinki

Kommentare:

  1. Schon lange habe ich vor Knöpfe selber zu werkeln.Danke das du mich wieder daran erinnert hast.
    Liebe Grüße
    Helga

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  2. Liebe Tinki,
    DANKESCHÖN!Herzlichen Dank, für diese wundervolle Anleitung und all´die tollen Tipps dazu!Ich bin nach wie vor völlig angetan von diesen kleinen Zauberwerken und werde es ganz bestimmt mal machen ;o)!Einen wunderschönen Tag und viele, liebe Grüße,Petra

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  3. Vielen Dank für die Anleitung - so eine kleine Säge hab ich ja noch nie gesehen, muss ich mich mal schlau machen, wo ich sowas hier herkriege :)
    alles Liebe. maria

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  4. @ Maria: Die Abbildung ist das Schnitzmesser und für die Japansäge habe ich mal einen Link eingefügt... Du kannst aber auch eine einfache Laubsäge oder eine Puksäge nehmen, die werdet ihr besteimmt auch haben. Meine einfache Japansäge benutze ich für ganz viele verschiedene Dinge wie Leistensägen Kleine Äste zurechtsägen etc. Sie hat einfach ein super Schneideblatt, welches saubere Schnitte macht. Aber gehen wird es mit allen anderen auch.
    Liebe Grüße Tinki

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  5. Dieser Einblick ist toll. Danke dafür!

    ach, ist schon toll was das internet alles möglich macht, oder?

    ich bin jedenfalls sehr stolz auf deine knpfe und werde sie mit ehrfurcht annähen :)

    glg
    halitha

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  6. wow die knöpfe sehen super aus und mit naturfarben gefärbt ist auch eine prima idee....deine bilder gefallen mir sehr,

    liebe grüße meike

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  7. Schön, dass Du uns eine so tolle Anleitung gibst für die Knöpfe. Jetzt werde ich es auch mal versuchen, dank deiner tollen Beschreibung sollte es wohl klappen. Vielleicht auch ein Projekt bei den meine Kids mitmachen können. Danke!
    Libe Grüße von Ann

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  8. Wow, Tinki, die sind toll geworden!
    Jetzt halte ich erst mal nach schönen Ästen Ausschau :).
    Ich bin von deiner Kreativität immer wieder begeistert!

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