Montag, 28. Januar 2013

Keltische Dinge

Aus dem Buch "Wilde Stämme" haben wir einige Inspirationen erhalten, wie ihr schon in meinem letzten Post gelesen habt.
Gestern haben wir noch versucht aus Lederresten ( die mußten schon etwas größer sein...), einen Bundschuh zu nähen. Was auch geglückt ist, doch leider sind sie für mein Tochterkind noch etwas groß. Nun dürfen dicke Socken angezogen werden und die Füße auch gerne wachsen! Aber für den ersten Test ging es ganz gut.


Ich habe im Netz ein paar PDF-Anleitungen gefunden, und doch habe ich es frei Hand der Zeichnung aus dem Buch nachempfunden. Zuerst wurde ein Versuch mit einem Kordstoff ausprobiert. Dort war es schon zu sehen, daß es eher für meine Füße gedacht war als für ihre. Kurz entschlossen wurde alles gekürzt und kleiner gemacht, aber dennoch ist es noch reichlich groß!


Da wir keine Lederbänder hatten, habe ich mir mit den Lederresten beholfen. Da noch längere Streifen übrig waren, habe ich dort 4 dünne lange Streifen Leder abgeschnitten, die nun als Lederbänder fungieren. Geht sehr gut und passt farblich perfekt! Für die Löcher habe ich eine Lochzange benutzt, und endlich entdeckt, wie man sie vernünftig benutzen kann! Als ich nur eine Lage Leder genommen habe, kamen nie Löcher dabei heraus, sondern ich habe mich immer abgemüht und herumgedreht, nachdem ich mehr durch Zufall ein Stück Restleder unter das zu lochende Leder-Stück gelegt und gelocht habe, hat es perfekt funktioniert!
So brauchte ich keine Ledernadel, sondern konnte das Lederband gut durch die Löcher stecken.

Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie lange die Schuhe halten - und ob sie auch hin und wieder an den Füßen zu sehen sein werden!


Mein nächster Versuch bezüglich des Brennens von Ton in meinem Holz-Küchen-Ofen hat diesmal sehr gut funktioniert! Der Trick ist die Teile gut durchgetrocknet in die Asche weit weg von dem eigentlichen Feuer zu lagern ( bei meinem Ofen geht das zum Glück sehr gut, da  der Feuerraum sehr breit ist ). Und das Feuer sehr langsam zu steigern. Wenn es ca. eine halbe Stunde brennt, die zu brennenden Tonscherben ( Teile ) etwas näher an das Feuer schieben und das Feuer weiter einheizen. Nach weiterer Stunde in etwa war schon viel Glut vorhanden und die Hitze auch sehr gut, so daß ich die Teile in die Glut geschoben habe und noch Holz nachgelegt habe. So fingen, die Tonteile an zu glühen und der Brand hat recht gut funktioniert. Auf diese Weise ist auch nichts zu Bruch gegangen. Nun mag man sagen, daß die Teile ja nicht so groß waren etc. Ja ich weiß, daß es bei meiner Art des Brennens sehr beschränkt ist auf kleine Teile, die einem nicht so wichtig sind, da sie auch schnell kaputt gehen können, aber ich habe mich über meinen kleinen feinen Erfolg sehr gefreut. Und meine Freundin auch, der ich heute ihre erste Handspindel geschenkt habe!!!


So arbeiten wir uns langsam in dem Büchlein vorwärts. Meine Kleine liebt die Wikinger, Kelten, Germanen-Bücher, in denen von den Lebensweisen und den Handwerkskünsten erzählt wird. Auch die Runen und die Baummagie hat sie für sich entdeckt. Tja manchmal denke ich, daß doch wohl noch mehr dahinter stecken mag, als wir denken, denn meine Große hat nie irgendwelches Interesse für solche Themen gehabt, obwohl ich ebensolche Bücher und Angebote gemacht habe. So sind sie doch unglaublich verschieden in ihren Interessen und Vorlieben!

Liebe Grüße Tinki

Kommentare:

  1. Liebe Tinki,
    bei den Schuhe musste ich gerade schmunzeln ;o), die habe ich als meine beiden Großen noch klein waren immer für sie genäht ;o) und sie haben sie ohne Ende getragen ;o).Die Handspindel ist wunderschön und ein ganz besonders schönes Geschenk ;o)!Ganz viele, liebe Grüße,Petra

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  2. Das sind die besten "barfuß"-Schuhe! Super begeistert bin ich von deiner Experimentierfreude! Wir haben einen Kachelofen, ich glaube, da ist die Feuerkammer zu schmal, um darin den Scherben langsam auf Temperatur bringen zu können. Deine Versuche finde ich toll und die Spindeln können sich echt sehen lassen! Liebe Grüße von Kathi!

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