Mittwoch, 11. Mai 2011

Lehm Ton sonstiges...

Danke für Eure lieben Kommentare:

Also Lehm gibt es oft auf dem eigenen Grundstück ein wenig tiefer gebuddelt ( bei uns ist allerdings absoluter Sandboden ) bei meinem Vater ( Tonkuhle ist gleich um die Ecke ) ist man nach 50 cm schon fündig....

Oder man kann dies als Big-Pack z.B. über Claytec bestellen, oder bei Landschaftsbaufirmen per LKW-Ladungen beziehen- gibt viele Möglichkeiten. Oder in Tüten abgepackt beim Öko-Bauhändler ( ist aber verhältnismäßig teuer. - wenn man diese nicht zum Verputzen der Wände nehmen möchte, lohnt sich eher die andere Variante ).

Womit ihr früher geformt habt - liebe Petra - ist höchstwahrscheinlich eher Ton gewesen - Das kann man aus dem Lehm "auswaschen". Marmeladenglas mit Lehm und Wasser füllen, dann setzt sich der Ton ganz unten ab, der Sand darüber und das Wasser oben...oder wie wir oft - in Büsum im Watt mit Schlick-Klecker-Matsche!

Oder wie bei meinem Renovierungs-Haus, dort sind die Lehmziegel oben aus dem Dachgeschoss gewandert und mit Wasser vermischt gibt das wieder super Lehm, allerdings muß man dort noch ein wenig Sand oder Stroh beimengen. - Also ungebrannte Lehmziegel gehen auch - die weicht man in Wasser ein und vermischt es mit den Beimengungen - kleingeschnipselte Haare von Schafen/Hunden oder ähnliches.

In einem der tollen Land-Leben-Heftchen ( ich weiß nicht welches es war ) stand jetzt gerade drin, daß sie Lehmziegel entdeckt haben, die aus einer Mischung aus Algen, Schafwolle und Lehm getrocknet werden. Und sie sind haltbarer als gebrannte Ziegel ( oder Dachpfanne - ich weiß nicht mehr ). Spart Energie für das teure Brennen ein. Mich wundert das allerdings, da nicht gebrannter Ton oder Lehm wieder auflösbar ist. Und was an einer Änderung der Konsistens zu Schafwolle erfolgt ist nicht gewährleistet. Was ich mir aber vorstellen kann, wäre die Beimengung von Algen - es gibt nämlich Kieselalgen, die bestimmt Kieselsäure enthält, und die wiederum benutzt man auch um Mauern zu "verkieseln" für Wasser unempfindsam zu machen. Allerdings habe ich gehört, daß damit auch der Stein eher springt... Viele Fragen, die aus dem kurzen Artikel leider nicht hervorgegangen sind.

Stroh als Konstruktionshilfe hat den Vorteil, daß man diesen einfach verbrennen kann und damit den Ofen von innen heraus "ausbrennen" kann. Dies unter dem Vorteil, daß der Innenraum sehr fest wird. Sand kann man auch verwenden, oder auch Weidenruten-geflecht. Hat beides aber den Nachteil, daß beim Trocknen der Lehm ein wenig schrumpft und dementsprechend der Bau wohl einreißen könnte oder zumindest Risse bekommen kann!



Heute morgen habe ich doch gleich einen Schock bekommen, denn es hat draußen noch fröhlich geregnet. Und der Ofen war natürlich noch NICHT abgedeckt. Aber zum Glück ist nur die obere Schicht leicht feucht geworden und es ist nichts weiter passiert. Nun habe ich vorsorglich die Motorradabdeckung drüber gelegt, bis eine Dachkonstruktion von mir erstellt wird. Ich habe auch schon eine Idee!!!!! Und zwar habe ich vor, das Dach aus Holzlatten zusammen zu bauen, diese auch mit Holz abzudecken und rechts und links Bänke dran zu bauen... dann kann man sie bei nicht Benutzung als Bank benutzen. Mal sehen, ob ich das so hinbekomme!

Liebe Grüße Tinki

Dienstag, 10. Mai 2011

kleiner Lehmofen

Loch buddeln.... und schon gesellt sich ein Rotkehlchen zu mir und pickt unglaublich viele Würmchen und Maden aus dem Boden. Es war wie ein Geschenk... Beim Buddeln hüpfte es sogar fast neben meinem Spaten herum.

Und in der Ecke vom Dach wohnt es mit seinen kleine Nachwuchsvögelchen!!!
 Gezählt habe ich aber ich aber nicht...

Nun aber zum Lehmofen, den ich bauen möchte....Eine Grundplatte aus kleinen Pflastersteinen habe ich ausgelegt. Besser ist es wohl das Loch mit Sand-Schotter auszufüllen und ein kleines Fundament zu bauen, damit man sich nicht so bücken muß - ich hatte dazu aber weder Lust, noch die Zeit.

Die Zutaten hatte ich schon länger hier liegen: einen Bigpack Lehm, den ich von Nachbarn geschenkt bekommen habe außerdem noch einige Büchlein von dem : Einfälle statt Abfälle - die ich letztens bestellt habe. Unter anderem eben auch das Bauen von Lehmöfen.... Nun entstand am Wochenende mein erster selbstgebauter - KLEINER - Lehmbackofen.

Grundplatte wir aus Lehm auf die Steine aufgetragen. Und wenn man hat am besten Schamottsteine darauflegen, die speichern die Wärme hervorragend. Ich möchte mir mit einem Pizzastein behelfen, da ich die Schamottsteine hätte kaufen müssen.

Der Strohballen dient als Vorlage und auch als Formgebung - nur die Tür wird separat abgestützt, Es wäre aber ( im Nachhinein ) sinnvoller gewesen, gleich eine Form aus Holz oder ähnlichem auszusägen, die später als Tür dienen soll. Naja hinterher ist man immer schlauer
Wir sind alle schon total ungeduldig, und möchtes ja soooo gerne ausprobieren, wie das so funktioniert, ob es üerhaupt geht etc. etc.

Aber momentan muß dieser noch einige Zeit durchtrocknen, bevor wir es ausprobieren, denn mein erster Versuch ist an der Kuppel glatt eingestürzt, so daß ich ihn nochmal aufbauen mußte. Mit etwas mehr Erfahrung reicher - hoffe ich jetzt natürlich, daß sich meine Geduld auszahlen möge.


Hier ist der erste Tag wieder ein wenig wolkig, aber Regnen tut es nicht. Ja - Regen kann ich momentan auch gar nicht gebrauchen - DOCH mein Garten natürlich schon, aber mein Lehmofen braucht eigentlich noch ein Dach, bevor es anfängt.....


 So ähnlich sieht er nun aus. Am Ende habe ich ihn noch mit Stroh-Lehm überzogen, damit eine größere Speicherung der Wärme gewährleistet ist. Nur den Schornstein habe ich noch nicht zuendegeklebt... Vielleicht stecke ich auch ein Rauchrohr hineine, dann kann ich den Ofen besser abdecken, wenn er nicht benutzt wird. Mal sehen...

Ich wünsche Euch noch eine schöne Woche und hoffe, daß ihr auch neue kreative Dinge ausprobiert. Das bringt nämlich total viel Spaß und stärkt das Selbstvertrauen - man kann auch viele Dinge tun, die nicht viel kosten und die effektiv sind und viel Spaß machen... In dem Sinne Spaten in die Hand und los?????

Liebe Grüße Tinki

Donnerstag, 5. Mai 2011

Wieder da.... und einiges geschafft

Wir haben unsere Zeit in der Sonne im Häuschen verbracht und am Zimmer-Renovieren. 


Aber wir haben auch herrliche Stunden draußen unter der Kirschblüte in der Hängematte liegen können. Naja- eigentlich waren das eher weniger Stunden als Minuten, da wir fertig werden wollten!!!!


Der Obstgarten ist herrlich, wenn die Bäume blühen.

Ja und zwei Zimmer sind fast fertig geworden. 
Nur der Holzfußboden muß noch zuende abgeschliffen werden. 
Leider sind unsere Werkzeuge nicht so toll, da müssen wir uns noch etwas überlegen.
Aber wir hatten Glück, denn die weiße Kalkfarbe ging uns aus und meine Quelle ist leider nicht
nicht in der Nähe gewesen. 
Der Baumarkt, der Nähe war, hatte aber hydraulischen Kalk/Putz.  Das ist ein Pulver, welches man dann selber anrühren kann. Das geht erstaunlich gut...

Den haben wir dann als Farbe auf die Wand aufgetragen und uns daran versucht, nach dem ersten
Schock, daß es - bis es trocken ist - GRAU war, haben wir uns gefreut, daß
wir weiterstreichen konnten. Meine Große und ihr Freund waren mit und
haben die Zimmer fast alleine vorbereitet und gestrichen.
Die Mischfarbe ist eine Mischung aus rotbraun und braun. Abgemischt mit der Kalkfarbe
entstehen dadurch immer nur hell abgetönte Töne. Mir gefällt die Farbe aber total gut, denn
wir haben schon ein schwarzes Himmelbett, welches davorstehen soll, mit weißen Vorhängen drum herum.
Wir sind alle schon gespannt auf die Fertigstellung! Leider sieht man auf den Fotos nicht so viel.
Aber wir haben leider den guten Fotoapperat nicht mit... schade.


Das zweite Zimmer hat auch Lehmwände, aber auf der einen Seite ist uns an den Balken schon der Lehmputz entgegengeflogen, so daß wir uns vorgenommen hatten, die Balken auf einer Seite freizulegen. Ich finde, daß es wirklich schön aussieht. Meine Kleine möchte dieses Zimmer für sich fertig machen. Und sie hat auch schon eine schöne Lampe an der Wand. 
Mein Schatzi hat in den beiden Zimmer neue Kabel verlegt. Das war wirklich NOTWENDIG, denn dort lagen überall noch Bleikabel drin. Ein Glück, daß es dort noch nicht gekokelt hat ( im Flur hatten wir das schon ).Wenn wir dort alles eingerichtet haben, kommen neue Fotos!!! So geht es immer ein wenig weiter!



Bei dem tollen Wetter wollten wir am liebsten gleich da bleiben, doch leider rief meine Arbeit und die Schule uns wieder zurück.

Ich habe am Montag eine Mütze gestrickt, weil es so kalt war - 
sogar meine Heizung habe ich wieder aktiviert. - 
Tagsüber super schön und nachts sind hier Minusgrade. 
Mein schönes Kiwi-Plänzchen ist mir doch gleich dabei erfroren. 
Ich habe dabei kein Glück. 
Das werde ich das nächste mal direkt an die Holzwand setzen, das ist wärmer!

Liebe Grüße Tinki

Freitag, 15. April 2011

Ferien-Pause

Da ich wohlverdienten Urlaub habe - habe ich auch vor eine Blogpause einzulegen und wirklich auszuspannen und am Häuschen weiterzuwerkeln und den Garten zu bearbeiten etc. etc.

Also gibt es hier eine Pause - ich wünsche Euch schon jetzt eine frohe vor-Oster-Woche - einen schönen Palmsonntag - viele wundervolle Frühlingstage ( wie heute ) - und hoffentlich bis ganz bald!

Und Eri - vielen Dank für das tolle Zitronnenmelissen-Sirup-rezept - wenn meine Zitronnenmelisse meint, endlich mal ein gutes Jahr hinzubekommen - MUSS ich das ausprobieren!!!!! Leider hat meine Pflanze immer ein wenig Schwierigkeiten, während es bei meiner Nachbarin wie Unkraut wuchert. Dagegen habe ich fast eine Oregano-Plage in meinem Garten. Also falls jemand eine schlaue Idee für Oregano hat - her damit - hätte bestimmt auch etwas abzugeben : )

Also Alles Liebe bis bald und genießt das Wetter - ich werde es tun ( denn bei der Arbeit sitzte ich immer drinnen und sehe den super Sonnenschein - grumpf! ).

Tinki

Dienstag, 12. April 2011

Wenn eine Scheune fällt...

Ja wir haben ganz spontan die Möglichkeit gesehen, die alte Fachwerkscheune abreißen zu lassen. Wie gut, daß es in einem Dorf so viele verschieden Handwerker gibt, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zuerst hatten wir versucht, diese selber zum Zusammensturz zu bringen, aber das hat überhaupt nicht funktioniert, denn anstatt zusammenzufallen, hat es uns ein wenig verwundert, das man Balken um Balken herausziehen kann und das Dach immernoch drauf bleibt ????

Dann haben wir vom Nachbarn einen Tipp bekommen, wer unseren Abriß denn nun durchführen kann und wir haben auch sofortige Hilfe bekommen!!!!!

Nach vielen Telefonaten bei anderen Abrißunternehmen war ich schon total frustriert, denn entweder bestand kein Interesse, oder der andere hat sich nicht wieder gemeldet... komisch, da denkt man doch, die Leute wollen Geld verdienen - aber wahrscheinlich ist es nicht rentabel genug!

Jetzt können wir Holz-Mikado spielen und die ganzen Balken aus dem Gewühle herausziehen. Ich dachte, daß noch mehr Steine - gute alte Ziegelsteine übrigbleiben würden, die ich für Terasse, Mauer oder ähnliches nutzen könnte, aber so viele sind gar nicht dabei übrig geblieben, die heil und ganz geblieben sind.

Es ist schon beeindrucken, wie schnell im Endeffekt, so ein Gebäude dem Boden gleichgemacht werden kann ! ( Nun ist das eine Fachwerkscheune gewesen, die eh schon aus lauter morschen Balken bestanden hat und mehr gefährlich war als annähernd noch lohnend gewesen wäre dieses wieder aufzubauen - so schade ich das auch finde! )

Liebe Leute - auch bei uns also nimmt so manches Form an und geht endlich ein wenig voran! Wenn der Schutt dann weggeräumt ist und das Holz zu Feuerholz umgewandelt wird, oder aufbewahrt wird, damit man aus den wenigen guten Balken noch etwas zaubern könnte, wird wohl noch länger dauern, denn es ist ziehmlich anstrengend, ein paar Steine herumzutragen, auch mit Schubkarre etc. Aber ich bin motiviert, denn dann habe ich eine tolle Aussicht auf meinen wundervollen alten Obstgarten.

Liebe Grüße Tinki

Freitag, 8. April 2011

Nasenrüssler

Manchmal werden aus ganz alltäglichen Dingen ganz unwirklich lustige Gesellen.

Dieser freche Geselle sollte eigentlich ein gefilzter Eierwärmer werden, jedoch hatten wir es von Marionetten, frechen Handpuppen und anderen sprechenden Figuren und ich fing an die Augen auf Stoff zu malen ...

so wurde aus diesem Eierwärmer mit Augen und Haaren ein rotzebengeliger Nasenrüssler, welcher hier so manchesmal sein Unwesen treibt.... Nicht nur den Hund ärgern - und Gefahr laufen, selber gefressen zu werden,


nein auch das schlimmste aller schlimmen Dinge, er hetzt von einem zum anderen und kitzelt und kribbelt jedem in der Nase im Ohr oder ( für mich am schlimmsten ) an dem Hals!

Ja wenn einem mal die Laune ganz weit abhanden gekommen ist, mal zu lachen, zu witzeln oder einfach mal jemanden, den man lieb hat zu ärgern, dann nimmt man sich kurzerhand den frechen Gesellen und schon geht es los...
Ihr lieben - viel zu selten lacht man alleine oder mit anderen. Ist das Leben wirklich so traurig geworden?

Nein eigentlich nicht - oder? So kann ich lachen, wenn ich den Mann meiner Freundin auf der Straße treffe und ich mich freue, wenn wir ein wenig Unsinn labern und ulkige Dinge erzählen ( bei ihm hört sich das meist noch komischer an, da er perfekt deutsch mit portugiesischen Akzent spricht  - hach ich bin wirklich ein wenig neidisch auf all die fähigen Personen, die fließend fremde Sprachen sprechen können - ich mühe mich schon mit Englisch kläglich ab... ).
Oder mein Hund hüpft wie ein Känguruh durch die Gegend, wenn es um seinen Ball geht.
Oder meine Kleine macht hier wieder Kletterkunsstücke im Haus und ist stolz weil sie es geschafft hat - aber am schönsten ist es, wenn man sich kabbelt, kitzelt und miteinander lachen kann!!!! Fröhlich sein! Singen springen kitzeln und LACHEN ( auch über sich selber!)!
Ich wünsche Euch viel Freude beim Lachen und Fröhlichsein - beim Schmunzeln und Glucksen ...

Glückliche Grüße Tinki

PS: Es ist nicht alles glücklich - aber wir müssen auch ein wenig tun, damit wir selber glücklich sind und daran arbeite ich - denn es ist schöner glücklich zu sein, als traurig !!!!!!